Kommentar zur Rechnung 2024
Die Jahresrechnung 2024 weist einen positiven Abschluss auf. Der Ertragsüberschuss beläuft sich auf CHF 1’050’713.54. Es war ein Aufwandsüberschuss von CHF 353’185 budgetiert. Damit fällt die Rechnung um CHF 1’403’898.54 besser aus.
Mit CHF 12’623’356.90 ist der Gesamtaufwand um CHF 544’378.10 tiefer als budgetiert. Die Gesamterträge liegen mit CHF 13’674’070.64 um CHF 859’520.64 über den Erwartungen. Hier fallen folgende Positionen auf:
- In der Legislative konnte das Budget gut eingehalten werden. Es resultiert ein Minderaufwand von CHF 800.75.
- Der Minderaufwand in allen drei Zyklen beträgt CHF 363’959.25.
- Die Schulliegenschaften liegen CHF 39’243.88 unter Budget.
- Die Schulbehörde und Verwaltung sind um CHF 59’641.45 unter Budget.
- Die Schulleitung hat das Budget voll ausgeschöpft undverzeichnet einen
Mehraufwand von CHF 9’176.76. - Die Schulsozialarbeit und die Schulbibliothek sind ebenfalls unter Budget.
- Der Minderaufwand bei den Schülertransporten beträgt CHF 10’792.15.
- Die Gesundheitskosten sind um CHF 14’885.60 tiefer ausgefallen.
- Die Schulsteuern sowie der Finanzausgleich sind um CHF 440’513.09 höher ausgefallen als vorhergesehen wurde.
- Der Ertrag der Grundstückgewinnsteuern übersteigt das Budget um CHF 341’054.40.
Die Umbauten für den Brandschutz und die Schliessanlage in Andwil konnten noch nicht beendet werden. Kosten in Höhe von CHF 533’294.35 sind in der Bilanz unter Anlagen im Bau verbucht.
Im Jahr 2024 sind Kosten in Höhe von CHF 1’695’613.15 für die Schulraumerweiterung Erlen (Kreativhaus) aufgelaufen. Mit den bereits getätigten Investitionen aus den vorangegangenen Jahren in Höhe von CHF 989’955.15 sind in der Bilanz Kosten in Höhe von CHF 2’685’568.30 unter Anlagen im Bau verbucht.
Die Detaillierten Angaben über die Investitionen sind unter dem Titel Investitionen und der Verpflichtungskreditkontrolle ersichtlich.
Erläuterungen zur Erfolgsrechnung
Betrieblicher Aufwand
Personalaufwand
Im Vergleich zum Budget ist der Personalaufwand um CHF 255’622.91 tiefer und weist einen Gesamtaufwand von CHF 9’053’012.09 auf. Die Personalkosten für die Familienergänzende Betreuung „colori“ sind in dieser Summe inkludiert. Alle anfallenden Kosten für das „colori“ werden vollumfänglich von der Politischen Gemeinde Erlen getragen. In allen Positionen wurde das Budget unterschritten. Die Differenz teilt sich wie folgt auf:
| Minderaufwand gegenüber dem Budget: | CHF |
|---|---|
| Behörden und Kommissionen Vakanz eines Behördenmitglieds. Es wurde kein externer Workshop durchgeführt. |
–10’453.40 |
| Löhne des Verwaltungs- und Betriebspersonal (inkl. Sonderrechnung und «colori») Es mussten nicht so viele Mehrstunden geleistet werden wie im Budget angenommen wurde. In der Budgetphase war unklar, wann die Leitung Infrastruktur die Arbeit aufnimmt. |
–22’788.85 |
| Löhne des Lehrpersonals Im Sommer konnte eine befristete Stelle im Zyklus III definitiv beendet werden, da diese Unterstützung nicht mehr notwendig war. Weniger Schülerinnen und Schüler benötigten die Schulische Heilpädagogik und die Unterstützung in Deutsch als Zweitsprache. |
–120’482.40 |
| Zulagen Die dynamische Veränderung des Anspruchs auf Kinder- und/oder Ausbildungszulagen während des Jahres verändert auch den Anspruch auf Familienzulagen. |
–17’343.95 |
| Arbeitgeberbeiträge Weniger Aufwand bei der Besoldung führt zu tieferen Arbeitgeberbeiträgen. |
–47’343.10 |
| Übriger Personalaufwand Es wurden weniger Aus- und Weiterbildungen, dafür vermehrt Online-Kurse besucht, was den Aufwand reduziert hat. Die Kosten für die Verpflegung bei Weiterbildungen waren günstiger. Weniger externe PH-Studentinnen und Studenten kamen zum Einsatz während einer schulinternen Weiterbildung/Arbeitstag. |
–37’211.21 |
Sachaufwand
Für den Sachaufwand wurden CHF 1’687’927.96 aufgewendet. Das Budget wurde um CHF 188’672.04 unterschritten.
Der Material- und Warenaufwand wurde um CHF 61’292.93 unterschritten. Wobei es bei den einzelnen Positionen Unterschiede zu verzeichnen gibt.
| Minderaufwand gegenüber dem Budget: | CHF |
|---|---|
| Büromaterial | –2’060.13 |
| Betriebs- und Verbrauchsmaterial | –1’263.15 |
| Drucksachen und Publikationen | –366.50 |
| Fachliteratur, Bibliotheksbücher, Zeitschriften | –462.40 |
| Lehrmittel | –56’630.55 |
| Lebensmittel («colori») | +1’967.20 |
| Medizinisches Material | –612.65 |
| Übriger Material- und Warenaufwand | –1’864.75 |
Die nicht aktivierbaren Anlagen (Anschaffungen für Raumausstattung, Maschinen, Geräte, Fahrzeuge, Hardware, immaterielle Anlagen) wurden um CHF 42’801.47 überschritten.
Defekte Maschinen, Geräte und Hardware mussten im Laufe des Jahres ersetzt werden.
Die Kosten für die Versorgung und Entsorgung sind um CHF 59’485.85 unterschritten worden.
Die Kosten für das Erdgas waren auch im Jahr 2024 sehr volatil.
Weniger Mulden für die Grünabfuhr und das Sperrgut wurden benötigt.
Die Kosten für die Dienstleistungen und Honorare sind um CHF 93’199.71 unter Budget geblieben.
Die Dienstleistungen Dritter (Telefon-, Internetgebühren, Dolmetscheraufträge u. ä.) sind mit CHF 32’239.06 unter Budget geblieben.
Weniger Zivildienstleistende konnten für die Unterstützung gefunden werden – dieser Ausfall konnte durch Praktikanten abgedeckt werden.
Es wurden weniger externe Referenten für die Schulinterne Weiterbildung oder für Elternabende gebucht.
Vermehrte Dispensationen für den Schularzt und/oder den Schulzahnarzt haben zu tieferen Honoraren bei der privatärztlichen Tätigkeit geführt.
Der bauliche Unterhalt ist um CHF 49’061.30 höher als vorgesehen.
Diverse ungeplante Reparaturen mussten vorgenommen werden, die nicht vorhersehbar waren (Fussballtore, Rasengitter, diverse Eingangstüren, Mängelbehebung Elektroanlagen, Brennerkugel (Heizung) Bodenbelag usw.).
Das Budget für den Unterhalt Mobilien und immaterielle Anlagen ist um CHF 2’196.80 unterschritten worden.
Der Aufwand für die Mieten, Leasing, Pachten und Benutzungsgebühren musste nicht ausgeschöpft werden (CHF –17’381.67).
Teilweise wurden Software-Lizenzen vom Kanton übernommen.
Der Aufwand für die Spesenentschädigungen wurde um CHF 39’072.31 unterschritten.
Weiterbildungen wurden Online besucht.
Lager und Schulanlässe waren nicht so kostenintensiv.
Der Projektekredit wurde nicht ausgeschöpft.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen waren gegenüber dem budgetierten Aufwand um CHF 7’905.54 tiefer.
Die Abschreibungen auf Steuern (inkl. Quellensteuern) waren tiefer.
Alle Kostenüberschreitungen wurden durch Nachtragskredite beim jeweils zuständigen Ressort, der Geschäftsleitung oder bei der Schulbehörde schriftlich eingeholt und durch die Revisionsstelle geprüft.
Abschreibungen auf Verwaltungsvermögen
Die Abschreibungen in Höhe von CHF 1’030’147.75 sind CHF 8’262.25 tiefer als im Budget vorgesehen war.
Die Arbeiten für den Brandschutz und die Schliessanlage in Andwil konnten nicht fertig gestellt werden.
Finanzaufwand
Der Finanzaufwand ist um CHF 102’452.22 tiefer als im Budget vorgesehen war.
Trotz der regen Bautätigkeit musste im vergangenen Jahr kein neues Darlehen aufgenommen werden, so musste kein zusätzliches Fremdkapital verzinst werden.
Transferaufwand
Mit CHF 200’487.35 ist der Transferaufwand um CHF 38’732.35 höher.
Mehr Schülerinnen und Schüler besuchten die Einführungsklasse für fremdsprachige in Amriswil oder Bischofszell.
Mehr Schülerinnen und Schüler besuchten die Psychomotorik in Sulgen.
Interne Verrechnungen
Die Nettoaufwände der Funktion 2150 werden via interne Verrechnungen auf die Schulstufen und die Verwaltung verteilt. Sie neutralisieren sich durch dieselbe Position auf der Ertragsseite.
Betrieblicher Ertrag
Fiskalertrag
Der Fiskalertrag liegt CHF 284’229.55 über dem Budget. Budgetiert war ein Ertrag von CHF 7’196’000.00, eingegangen sind CHF 7’480’229.55.
Entgelte
Mit CHF 273’124.83 liegen die Entgelte CHF 67’149.83 über dem Budget. Es war ein Ertrag von CHF 205’975 budgetiert.
Mehr Schülerinnen und Schüler besuchten den Flötenunterricht.
Mehr Schülerinnen und Schüler besuchten die Hausaufgabenhilfe.
Mehr Schülerinnen und Schüler nutzten das Angebot der Familienergänzenden Betreuung „colori“.
Bei den Rückerstattungen Dritter sind Zahlungen von Versicherungen verbucht. Die Gebäudeversicherung hat einen Teil des Sturmschadens beim Mittelstufenschulhaus und die Mobiliar hat drei Glasbruch-Schäden übernommen.
Verschiedene Erträge
Bei den verschiedenen Erträgen ist ein Mehrertrag von CHF 1’895.28 verbucht.
Finanzertrag
Der Finanzertrag schliesst mit CHF 5’565.66 über Budget ab.
Die Verzugszinsen für Steuerzahlungen sind höher.
Transferertrag
Neben den Finanzausgleichsleistungen des Kantons werden hier auch die Grundstückgewinnsteuern, die Entschädigungen von Gemeinwesen sowie die Rückverteilung der CO2-Abgabe verbucht. Mit CHF 5’381’491.15 ist die Position um CHF 528’781.15 höher als im Budget vorgesehen war.
Grundstückgewinnsteuern sind um CHF 341’054.40 höher.
Schulgeld für Schülerinnen und Schüler aus Buchackern ist um CHF 16’000 höher.
Der Kantonsbeitrag ist um CHF 170’024.55 höher, mehr Schülerinnen und Schüler.
Interne Verrechnungen
Die Nettoerträge der Funktion 2150 werden via interne Verrechnungen auf die Schulstufen und die Verwaltung verteilt. Sie neutralisieren sich durch dieselbe Position auf der Aufwandsseite.
Gestufte Erfolgsrechnung
Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit
Die vorstehend beschriebenen Abweichungen bei den betrieblichen Aufwänden und Erträgen ergeben ein positives Nettoergebnis von CHF 1’192’645.66. Budgetiert war ein negatives Nettoergebnis von CHF 103’235.00. Dies ist eine Besserstellung von CHF 1’295’880.66.
Ergebnis aus Finanzierung
Das Ergebnis aus Finanzierung beträgt CHF 141’932.12 und ist um CHF 108’017.88 besser als erwartet.
Operatives Ergebnis / Gesamtergebnis
Die Nettoergebnisse aus betrieblicher Tätigkeit von CHF 1’192’645.66 und aus der Finanzierung von CHF –141’932.12 ergeben ein operatives Ergebnis von CHF 1’050’713.54. Dieser Ertragsüberschuss entspricht auch dem Gesamtergebnis. Es waren keine ausserordentlichen Aufwände oder Erträge zu verbuchen.
Investitionsrechnung
Die Investitionsrechnung beläuft sich auf CHF 2’349’778.25. Davon wurden CHF 2’345’454.25 aktiviert.
Der Investitionskredit für die Convertibles sowie den Server wurde am 23. November 2023 in Höhe von CHF 151’000.00 von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern genehmigt.
Diese Investition muss über zwei Jahre getätigt werden, da im Jahr 2024 nicht alle notwendigen Anschaffungen/Austausch getätigt werden konnten.
Im Jahr 2024 wurden CHF 118’870.75 investiert und eine erste Abschreibung wurde per Ende Dezember 2024 verbucht. Die Abschreibungsdauer für die Informatik oder Kommunikationssysteme beträgt vier Jahre.
Arbeiten für den Brandschutz und die Schliessanlage in Andwil konnten noch nicht beendet werden. Für diese Investition haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an zwei Gemeindeversammlungen Geld für die Vorfinanzierung gesprochen. Die aufgelaufenen Kosten in Höhe von CHF 533’294.35 wurden im Verwaltungsvermögen in Anlagen im Bau verbucht.
Die Arbeiten für die Schulraumerweiterung Erlen (Kreativhaus) sind auch im Jahr 2024 vorangeschritten. Dafür wurden CHF 1’695’613.15 investiert. Mit den Investitionen aus den Vorjahren sind per 31.12.2024 CHF 2’685’568.30 im Verwaltungsvermögen in Anlangen im Bau verbucht.
Die detaillierten Jahresrechnungen können bei der Schulverwaltung (Telefon 071 / 649 10 00 oder E-Mail info@schule-erlen.ch) bezogen werden.