Jahresbericht Behörde

von Angela Indermaur, Schulverwaltung

Gemeindeversammlungen

Rechnungs-Gemeindeversammlung vom 30. Mai 2024

Von den 2’478 Stimmberechtigten haben 75 (3,02 %) an der Gemeindever­sammlung teilgenommen. Sie folgen dem Antrag der Behörde zu genehmigten:

  • die Bauabrechnung der Erweiterung Schulhaus Riedt mit Gesamtkosten von CHF 2’577’378.45 und einer Kreditunterschreitung von CHF 4’922.55.
  • das Kreditbegehren für den Brandschutz, die Schliessanlage sowie den Ersatz der Beleuchtung im Schulstandort Andwil über CHF 600’000 einstimmig.
  • die Jahresrechnung 2023 mit einem Ertragsüberschuss von CHF 1’023’851.58 und Nettoinvestitionen von CHF 2’413’054.45 wurde einstimmig. Der Ertragsüberschuss wurde wie folgt aufgeteilt:
    –  CHF 300’000.00 in die Vorfinanzierung für den Brandschutz, die Schliessanlage und den Ersatz der Beleuchtung am Schulstandort Andwil
    –  CHF 150’000.00 in die Vorfinanzierung Einrichtung Kreativhaus
    –  CHF 300’000.00 in den Erneuerungsfonds
    –  CHF 273’851.58 ins Eigenkapital

Budget-Gemeindeversammlung vom 21. November 2024

98 Stimmberechtigte (3,93 %) von 2’491 konnten an der Budget-Versammlung im Mehrzwecksaal begrüsst werden. Sie folgten dem Antrag der Behörde und genehmigten:

  • das Budget 2025 mit einem Aufwandsüberschuss von CHF 243’830 bei gleichbleibendem Steuerfuss von 96 % und Nettoinvestitionen in der Höhe von CHF 6’874’800 einstimmig.
Schulbehörde

Die Schulbehörde hat an acht ordentlichen Sitzungen über die anstehenden Geschäfte beraten und entschieden. Dazwischen fanden mehrere Behördenmeetings statt. Dabei sind neben vielen schulbetrieblichen Themen, auch die Gesamterneuerungswahlen sowie der Baustart der Erweiterung Schule Erlen diskutiert worden.

Frühzeitige Sprachförderung (selektives Obligatorium)

Seit Januar 2024 wird im Kanton Thurgau ein selektives Obligatorium zur frühzeitigen Sprachförderung eingeführt, da viele Kinder beim Kindergarteneintritt geringe Deutschkenntnisse besitzen. Die Kinder, welche Unterstützung benötigen, werden für passende Angebote wie Spielgruppen oder Kitas angemeldet. Die dortige Teilnahme fördert die sprachliche Entwicklung vor dem Kindergarteneintritt. Die Schule Erlen arbeitet dabei mit der Spiel- und Chrabbelgruppe Sternlihus zusammen, die im Sommer 2024 acht Kinder in die Sprachförderung aufgenommen hat.

Baustart Erweiterung Schulanlage Erlen

Im Jahr 2024 startet die Schule Erlen mit bedeutenden Projekten zur Weiterentwicklung. Der Bau des Kreativhauses mit Makerspace, der durch die Zustimmung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im November 2023 möglich wurde, steht im Mittelpunkt. Dieser Schritt unterstützt die pädagogische Ausrichtung der Schule und löst Platzprobleme aufgrund der steigenden Schülerzahlen. Anpassungen in verschiedenen Schulgebäuden, wie dem Sekundar-, Unterstufen-, Mittelstufenschulhaus sowie dem Backsteinhaus und der alten Turnhalle, sind notwendig, um zusätzliche Schulräume zu schaffen. Die Turnhalle wird für die Familienergänzende Betreuung und offene Jugendarbeit umgestaltet.

Gesamterneuerungswahlen

Im November 2024 fanden die Gesamterneuerungswahlen der Schulbehörde und des Schulpräsidiums in Erlen statt. Drei Personen kandidierten zunächst für das Präsidium, doch Philipp Meier zog seine Kandidatur zurück. Somit standen nur noch Daniela Opprecht und Pablo Hirsbrunner zur Wahl. Die Stimmberechtigten wählten schliesslich Pablo Hirsbrunner zum neuen Schulpräsidenten. Für die sechs Sitze in der Schulbehörde kandidierten fünf bisherige und zwei neue Personen. Wiedergewählt wurden Yvette Schalch Pivetta, Daniel Löffel, Michael Siebrecht und Alex Bürgisser. Neu in die Behörde gewählt wurden Flavio Di Nicola und Stefanie Jenni.

Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung trifft sich wöchentlich, in der Regel am Dienstagmorgen, zur Beratung der operativen und organisatorischen Geschäfte. Im Jahr 2024 haben insgesamt 29 Sitzungen stattgefunden, dazu eine ganztägige und eine Vormittag-Sitzung zur Detailberatung des Budgets.

Jubiläen

35 Jahre
Heinz Leuenberger
Marlies Burri

30 Jahre
Peter Schenk

15 Jahre
Viviane Hipp
Beatrice Poller

10 Jahre
Michelle Fratton
Vilma Neziraj
Rahel Trachsler

Jahresbericht Schulbetrieb

Schulleitung

von Markus Wiedmer, Kristina Bär und Christoph Huber, Schulleitung

Reorganisation

Das Jahr 2024 hat Veränderungen in der Schulorganisation auf der Schulleitungsebene mit sich gebracht. Zu Beginn des Jahres hat die Schulbehörde grünes Licht für eine Penumserhöhung der Schulleitung gegeben. So konnte ein Veränderungsprozess in der Schulleitung eingeleitet werden. Ziel der Schulleitung ist es, dass den Kindern und Eltern eine einheitliche Schule vom Eintritt in den Zyklus I bis zum Übertritt in die Berufswelt geboten wird. Die Aufteilung der Verantwortung in drei Bereiche nimmt Zeit in Anspruch, so dass im Jahr 2025 alle drei Schulleitungen neue Aufgaben im Sinne der Schule übernehmen können.

Zyklus I

Im Zyklus I wird der Waldplatz im Schibenwagenhölzli eingerichtet und man ist dem langersehnten Ziel der Schule und der Förster, dass alle Klassen an denselben Waldplatz gehen, deutlich näher gekommen. An Weiterbildungstagen wurde der Waldplatz eingerichtet und bereitet nun allen Beteiligten Freude. Dazu haben die Lehrpersonen sich Zeit genommen, sich gegenseitig im Unterricht zu besuchen und die Arbeiten am Projekt „Pädagogische Teams“ weiterzuführen.

Zyklus II

Im Zyklus II wurde zum ersten Mal seit langer Zeit der Entschluss gefasst, wieder ein Musical aufzuführen. Alle Lehrpersonen vom Zyklus II in Erlen sind an diesem Grossprojekt mit über 150 Schülerinnen und Schüler beteiligt. In der Story des Musicals geht es darum, wie wichtig es ist, die eigenen Talente zu entdecken. Mit einer gewissen Anspannung aber auch einer grossen Vorfreude schaut die gesamte Gruppe dem Sommer 2025 entgegen, wo die Aufführungen stattfinden werden.

Für die grossen Klassen im Zyklus II zeichnet sich eine Lösung mit dem Erweiterungsbau auf der Schulanlage ab, so dass per Sommer 2026 eine Entlastungsklasse geführt werden kann.

Zyklus III

Die Arbeiten im Zyklus III sind im Jahr 2024 divers organisiert worden. Dabei wurden verschiedene, von den Lehrpersonen gewünschte, Themen aufgefrischt. Neben Coaching ist dabei ein weiterer Fokus auf die Bildung für Nachhaltige Entwicklung und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Unterricht gesetzt worden. Noch sind diese Themen nicht abgeschlossen und werden weiterhin Gegenstand der Entwicklungen sein. Die steigenden Schülerzahlen werden dazu führen, dass die Klassen im Zyklus III ab Sommer 2026 zu gross für die Lernumgebungen sein werden. Die Behörde hat entschieden, dass die Sportschule ab diesem Zeitpunkt neu als eigene Lernumgebung mit altersdurchmischtem Lernen geführt wird, welche auch den Sportlerinnen und Sportlern ermöglicht, individueller und dadurch qualitativ hochstehender zu trainieren.

Fazit

Insgesamt ist das Jahr geprägt von vielen schönen Unterrichtsmomenten. Die Schule Erlen ist fest im Dorfleben eingebunden und bietet dadurch eine vertraute und sichere Lernumgebung, in welcher der Schullalltag positiv erlebt wird. Es ist für uns nicht selbstverständlich, dass nach vielen erlebnisreichen und prägenden Jahren unter dem Schulpräsidium von Heinz Leuenberger eine Nachfolge gefunden werden konnte – eine Person, die sich mit der Gemeinde Erlen identifizieren kann und weiterhin für eine zukunftsorientierte Schule einstehen wird.

Die Bauarbeiten auf dem Schulareal laufen planmässig, die Mitarbeit und Beteiligung der Eltern ist nach wie vor sehr erfreulich und die Kinder und Jugendlichen schaffen es, sich bis zum Übertritt ins Berufsleben zu engagieren.

Wir sind gespannt, wie sich die Schule in den kommenden Jahren weiterentwickelt und freuen uns einen Teil davon zu sein.

Jahresbericht Schulsozialarbeit

von Carmela Hengartner

Stellenprozente

In den letzten Monaten hat sich in der Schulsozialarbeit unserer Schule einiges bewegt. Besonders hervorzuheben ist der Anstieg der Stellenprozente um 30 %, der ab Januar 2025 in Kraft tritt. Dies ist das Resultat eines grossen Engagements der Schulleitenden. Sie haben sich aktiv für die Schulsozialarbeit eingesetzt und diesen wichtigen Schritt zusammen mit der Schulbehörde bewirkt. Dies wird nicht nur die Kapazitäten der Schulsozialarbeit erweitern, sondern auch den Einstieg in die Arbeit für ein Präventionskonzept ermöglichen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

Änderung im Team

Bedauerlicherweise ist Samuel Köppel per Ende Dezember aus dem Dienst der Schule Erlen ausgetreten. Die Suche nach einer Nachfolge wurde umgehend in die Wege geleitet, und wir hoffen, die Stelle bald mit einer geeigneten Person besetzen zu können, um die Kontinuität der Schulsozialarbeit sicherzustellen. Die Schulsozialarbeit wird ab dem Jahr 2025 neu aufgeteilt: Die Nachfolge übernimmt ein Pensum von 65 %, während Carmela Hengartner ihr Pensum von 40 % auf 65 % erhöht. Damit stehen der Schule insgesamt 130 Stellenprozente für die Schulsozialarbeit zur Verfügung.

Fokus auf Prävention

Mit dem erhöhten SSA-Pensum wird es möglich, den Fokus verstärkt auf präventive Massnahmen zu legen. Bereits haben einige Lehrpersonen ihr Interesse signalisiert, sich in diesen Prozess einzubringen und haben sich nach Möglichkeiten zur Mitwirkung erkundigt. Diese positive Rückmeldung verdeutlicht, dass das Bewusstsein für die Bedeutung der Schulsozial- und der Präventivarbeit unter den Lehrkräften wächst.

Gemeinsamer Arbeitsmorgen

Um die für die Lehrpersonen in der Präventionsarbeit wichtigen Bedürfnisse und Themen gezielt zu behandeln, wurde im Rahmen der schulinternen Lehrpersonenweiterbildung (SchiLW) ein gemeinsamer Arbeitsmorgen organisiert. An diesem Anlass nutzte Carmela Hengartner die Gelegenheit, die Anliegen und Ideen der Lehrpersonen des Zyklus II in einem strukturierten Arbeitsprozess sichtbar zu machen. Die Ergebnisse dieses Morgens werden die Grundlage für die zukünftige Konzeptarbeit dieses Zyklus bilden. Durch diesen Austausch wurde sichergestellt, dass die Schulsozialarbeit eng mit den Anforderungen und Wünschen der Lehrerschaft verknüpft bleibt.

Themenbereiche der SSA

Wie im Diagramm ersichtlich, wurde die Schulsozialarbeit aufgrund der Themen Konflikte, Beziehungen, Sozialkompetenz, Erziehung, Familie und Ängste aufgesucht. Diese sind zentrale Aspekte in der Entwicklung.

Die aufgetretenen Schwierigkeiten wurden von der Schulsozialarbeit in Zusammenarbeit mit den Kindern und Jugendlichen, deren Erziehungsverantwortlichen und den Lehrpersonen bearbeitet. Verdeutlich wird, dass Prävention in diesen Bereichen von grosser Bedeutung ist, da sie dazu beiträgt, Probleme frühzeitig zu erkennen oder sogar zu verhindern, bevor sie zu schwerwiegenden Herausforderungen werden.

Warum ist es wichtig, diese Themenfelder in den Schulalltag zu integrieren?

  • Frühzeitige Anzeichen von Konflikten, sozialen Schwierigkeiten, oder emotionalen Belastungen. Es kann frühzeitig reagiert und geeignete Unterstützung angeboten werden.
  • Fähigkeiten wie Empathie, Kommunikation und Problemlösung können gezielt geübt werden. Diese Fähigkeiten sind entscheidend für den Aufbau gesunder Beziehungen und für die Konfliktbewältigung.
  • Das Bewusstsein für Mobbing und aggressive Verhaltensweisen werden geschärft. Programme zur Gewaltprävention und zur Förderung eines respektvollen Miteinanders können dazu beitragen, ein positives Schulklima zu schaffen und Mobbing vorzubeugen.
  • Präventionsangebote, die Familien einbeziehen, können dazu beitragen, Erziehungsfähigkeiten zu stärken und das familiäre Umfeld zu unterstützen. Dies ist besonders wichtig, da das familiäre Umfeld einen grossen Einfluss auf das Verhalten und die Entwicklung von Kindern hat.
  • Investitionen in die Prävention in der Schule können langfristig positive Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Kinder und Jugendliche, die soziale Kompetenzen und Konfliktlösungsfähigkeiten erlernen, sind besser gerüstet, um als Erwachsene gesunde Beziehungen zu führen und konstruktiv mit Herausforderungen umzugehen.

Insgesamt zeigt sich, dass die Integration von Präventionsmassnahmen in den Schulalltag nicht nur den einzelnen Schülerinnen und Schülern (SuS) zugutekommt, sondern auch das gesamte schulische und soziale Umfeld stärkt. Damit wird eine Grundlage für eine positive Entwicklung der SuS gelegt, die weit über die Schulzeit hinausgeht.

Kontaktaufnahmen

Im letzten halben Jahr hat die Schulsozialarbeit festgestellt, dass etwa die Hälfte der Kontaktaufnahmen von den Lehrpersonen initiiert wurde. Dies deutet auf einen positiven und aktiven Austausch zwischen dem Lehrpersonal und der Schulsozialarbeit hin, was letztlich dem Wohl der SuS zugutekommt.

Sowohl Beratungen als auch Hilfestellungen sind Angebote der Schulsozialarbeit, die von Lehrpersonen und Eltern in Anspruch genommen werden. Die Eltern nutzen verstärkt das niederschwellige Angebot, was zeigt, dass sie die Unterstützung schätzen und aktiv in den Austausch eingebunden sind.

Darüber hinaus besteht auch ein guter Kontakt zur Schulleitung, was die Zusammenarbeit und die Kommunikation innerhalb der Schule weiter stärkt.

In der grafischen Darstellung der Kontaktaufnahmen wird deutlich, dass diese vielfältig sind. Der Grossteil der Kontakte erfolgt jedoch über Eltern, Lehrpersonen und die Schulleitung. Dies verdeutlicht die zentrale Rolle, die diese Gruppen im Rahmen der schulischen Unterstützung und Förderung spielen.

Jahresbericht Thurgauer Unihockey Schule Erlen

von Markus Wiedmer, Leiter Sportschule 

Im Jahr 2024 hat sich vieles in der Sportschule weiterentwickelt, was in den vergangenen Jahren angelegt wurde. Es kann im Rückblick als gelungenes Jahr bezeichnet werden, in dem Dinge planmässig abgelaufen sind.

Veranstaltungen und Turniere

Die Kadenz der Anlässe konnte wie gewohnt hochgehalten werden. Darunter sind sicher die Swiss Games zu erwähnen, welche im vergangenen Jahr wieder einen neuen Höchststand an Teams erreichten. Das Turnier, das sich nun etabliert hat, wurde zum ersten Mal seit drei Jahren wieder von einem finnischen Team besucht.

Das äxgüsi Turnier 2024 wurde von einem neuen OK organisiert, das die Aufgabe mit Bravour löste. Neue Verantwortliche – unter anderem Fabio Pelliccione als Präsident – nahmen ihre Aufgaben an und entwickelten sie weiter.

Saisonbeginn und sportliche Erfolge

Nach dem Herbstcamp in Neftenbach begann die Saison. In der vergangenen Spielzeit konnten dank der Zusammenarbeit mit der Sportschule Heerbrugg zwei Teams in der höchsten Liga etabliert werden. Die Prognosen vor der Saison von den Coaches waren kritisch und es war unklar, wie sich die beiden Teams in der Liga präsentieren werden. Im Verlauf der Meisterschaft zeigte sich schnell, dass diese Bedenken abgelegt werden können. Das jüngere Team Erlen entwickelte sich gut und das ältere Team bei Floorball Thurgau schaffte ebenfalls den Einzug in die Playoffs – auch wenn ein grosser Teil der berechtigen Spieler bereits in der U18 im Einsatz war.

Auf der Altersstufe U14 trat Thurgau Unihockey zum ersten Mal mit zwei Teams an. Während das Team der Sportschüler in die Masterround vordrang, spielte sich das Team der U13 in die untere Tabellenhälfte – vor allem aufgrund körperlicher Unterlegenheit, die in dieser Altersklasse stark ins Gewicht fiel.

Verabschiedung 

Ein emotionaler Abgang ging Ende 2024 über die Bühne. Nach zwölf Jahren beendete Olli Oilinki seinen Einsatz als Trainer an der Sportschule. Viele gemeinsame Erlebnisse und Erfolge prägten diese Zeit. Als Trainer und Mensch nahm „Olba“ – wie er von allen genannt wurde – eine wichtige Rolle im System Sportschule ein. Bis Ende Saison wird er das U14 Team begleiten. Im Alltag trat er am 1. Januar 2025 seine neue Stelle an.

Ausbildung

Mit Fabio Meyer absolvierte in diesem Jahr ein weiterer Trainer der Sportschule die Ausbildung zum Berufstrainer. Erlen wurde einmal mehr zur Geburtsstätte einer Trainerkarriere. Fabio’s Motivation und Einsatzkraft waren auch im vergangenen Jahr wichtig für die Leistungsstrasse im Kanton Thurgau.

Standortbestimmung und zukünftige Entwicklungen

An der Standortbestimmung zum Jahresende nahmen so viele Spielerinnen und Spieler teil wie noch nie. Da die Aufnahmekapazitäten begrenzt waren, erhielten 21 Athletinnen und Athleten eine Zusage für die Aufnahme an die Thurgauer Unihockey Schule Erlen. Damit die übrigen qualifizierten Interessenten, die aufgrund der ausgeschöpften Aufnahmekapazitäten keine Zusage erhalten haben, nicht von der kantonalen Förderung abgeschnitten werden, wurde eine neue Fördermöglichkeit entwickelt, welche den Athletinnen und Athleten ein intensives Training erlaubt – auch ohne Sportschulbesuch.

Die Qualität und Anzahl der geförderten Athletinnen und Athleten nahm im Thurgau in den vergangenen Jahren stetig zu. Für die zu fördernden Mädchen ist geplant, dass ebenfalls im Jahr 2025 eine neue Lösung umgesetzt wird, die die Basis der Unihockey spielenden Mädchen verbreitern soll.

Jahresbericht Schulqualität

Plan, Do, Check, Act – Die Q-Arbeit im Kreislauf

von Carola Müller, Q-Verantwortliche

Der Q-Prozess

Der amerikanische Physiker und Statistiker Edward Deming entwickelte im letzten Jahrhundert den „Plan-Do-Check-Act-Zyklus“ (PDCA). Dieser beschreibt die Phasen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses und bildet die Grundlage für Qualitätsmanagementsysteme. Die Schule Erlen ist FQS-zertifiziert und richtet ihre Qualitätsarbeit an diesem PDCA-Zyklus aus. FQS steht für „Formatives Qualitätsevaluationssystem“ und legt den Fokus auf die Selbstevaluation der Schulen.

Konkret bedeutet dies, dass die Lehrpersonen zu Beginn des Schuljahres in sogenannten Q-Gruppen Themen zur Bearbeitung festlegen, in einer Planung Inhalte und Vorgehen definieren, am Ende des Schuljahres die Ergebnisse analysieren und präsentieren und – wenn nötig – daraus neue Massnahmen ableiten.

Rückblick

Nach der 360°-Evaluation im letzten Schuljahr und der anstehenden Rezertifizierung FQS wurde das vergangene 2024 genutzt, um begonnene Projekte wie MakerSpace, Breite Förderung und die Arbeit in pädagogischen Teams zu vertiefen. 

Schwerpunkte der Q-Arbeit

  • Medien und Informatik – MakerSpace:
    SchiLW-Veranstaltungen zur Gerätebedienung und Unterrichtsanwendung.
  • Pädagogische Teams:
    Klärung der Rollen zwischen Teamleitungen und Schulleitung.
    Intensivierung des Austauschs und der Zusammenarbeit innerhalb der Teams.
  • Breite Förderung:
    Etablierung einer Fachperson für Förderunterricht.
    Optimierung von Förderprozessen und Ausweitung auf weitere Zyklen.
  • 360°-Evaluation:
    Bearbeitung der Evaluationsergebnisse

Die Q-Gruppen präsentieren jeweils am Q-Präsentationstag im Juni ihre Arbeitsergebnisse. So entsteht ein bereichernder Austausch unter den Lehrpersonen über die drei Zyklen hinweg.

Ausblick

Mit dem Start ins neue Schuljahr wurden folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Fortsetzung der Projekte, insbesondere im Bereich Schule und Digitalität.
  • Abschluss Projekt Pädagogische Teams
  • Gezielte Förderung der individuellen Lernprozesse im Zyklus III
  • Vorbereitung und Durchführung der FQS-Rezertifizierung

Zum Schluss

Dank der bewährten Strukturen der Qualitätssicherung kann die Schule Erlen eine kontinuierliche Weiterentwicklung gewährleisten und so den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler sowie den sich wandelnden Anforderungen an die Schule gerecht werden. Ein herzlicher Dank geht an alle Beteiligten für ihre engagierte und konstruktive Mitarbeit.

Im vergangenen Jahr waren die Planung, Durchführung und Auswertung der 360°-Evaluation, die Weiterentwicklung im Bereich Making und im Projekt Breite Förderung Schwerpunkte der Jahresarbeit FQS. Nach wie vor helfen die vorhandenen Strukturen, die Q-Arbeit im Alltag zu integrieren. Beim Q-Präsentationsanlass im Juni stellten die Q-Gruppen ihre Arbeit einander vor und ein Austausch über die ganze Schule hinweg entstand. 

Jahresbericht Colori

von Sandra Lattanzi, Leiterin colori

Die Familienergänzende Betreuung colori hat sich im vergangenen Jahr weiterhin als notwendige und beliebte Tagesstruktur für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde Erlen gezeigt. Die Plätze der Familienergänzenden Betreuung colori sind sehr gut belegt, und es gibt für die begrenzte Anzahl der Mittagsplätze eine aktuelle Warteliste. Das Team ist in engem und regelmässigem Austausch mit den Familien, den Lehrpersonen und den Schulsozialarbeitern. Die Mitarbeitenden nehmen an regelmässigen Weiterbildungen teil und stehen für die stetige Weiterentwicklung ein.

Das Provisorium

Zwecks des Umbaus der alten Turnhalle zog das colori im ersten Quartal des Jahres um. Seit Mai 2024 befinden sich die Betreuungsräumlichkeiten im Provisorium an der Hauptstrasse 13 in Riedt bei Erlen. Diese Veränderung hat einige Hürden, jedoch auch Chancen mit sich gebracht. Die direkte Angliederung zur Schule fehlt in dieser Zeit. Somit kann die Nutzung der Turnhalle nach dem Mittagessen derzeit nicht im gleichen Umfang wie zuvor ermöglicht werden.

Dafür werden „Gross und Klein“ jetzt mehr getrennt, indem vor dem Nachmittagsunterricht mit den älteren Kindern (ca. ab 4. Klasse) zum Fussballplatz der Schule Erlen gegangen und separat Zeit für Spiel und Spass verbracht wird.

Kinder bis und mit 2. Klasse werden mit dem Schulbus transportiert. Ab der 3. Klasse dürfen die Schülerinnen und Schüler selbstständig von der Schule ins colori laufen oder mit dem Fahrrad fahren. Dadurch wird die Selbstständigkeit der Kinder gefördert und es wird ihnen Raum für die Entwicklung von Freundschaften gelassen.

Der Aussenbereich beim Provisorium ist zwar anders gestaltet als ein klassisches Schulareal, bietet jedoch einen Hartplatz und eine Wiese, die besonders den jüngeren Kindern am Nachmittag im colori vielfältige Spielmöglichkeiten ermöglichen. 

Ausgewogene Ernährung

Weiterhin beglückt die Köchin des colori – Doris Ullmann – die Kinder täglich mit gesunden und frischen Speisen. Nach wie vor ist dabei das Gesundheitslabel der „Fourchette verte“ im Hintergrund der Mahlzeiten der Familienergänzenden Betreuung.

Das colori-Team achtet nebst einer ausgewogenen Ernährung auch auf eine positive Atmosphäre an den verschiedenen Tischen. Dabei werden auf humorvolle Art nebst Tischmanieren auch verschiedene Gespräche ermöglicht.

Weiterhin haben die Schülerinnen und -schüler des Zyklus III einen separaten Raum zum Essen. Sogar ein „Zyklus III-Raum“ bietet sich im Provisorium an, damit die Jugendlichen altersgerechte Themen besprechen können.

Personeller Ausbau

Da immer mehr Kinder die Dienstleistungen der Familienergänzenden Betreuung colori nutzen, benötigt es auch mehr Personal.

Das colori ist seit dem Herbstsemester 2024 eine anerkannte Praxisausbildungsorganisation. Im August 2024 hat die erste Studierende der Ostschweizer Fachhochschule ihr Praktikum begonnen. Für das Frühlingssemester 2025 ist bereits der nächste Praktikant geplant.

Zudem wurde eine weitere Springerstelle eingerichtet, um auf allfällige Personalausfälle (Krankheit, Weiterbildung) genügend Handlungsspielraum zu schaffen.

Schuljahr 2025/2026

Das colori bietet bis zum Einzug ins neue Gebäude (bisher alte Turnhalle) weiterhin insgesamt 30 bewilligte Mittagsbetreuungsplätze (plus 10 Plätze für Schülerinnen und Schüler aus dem Zyklus III) und 25 Plätze für die Morgen- und Nachmittagsbetreuung an. Der Mittagstisch geniesst besondere Beliebtheit und ist daher im kommenden Schuljahr bereits ausgebucht.